WIENER GESUNDHEITSZIELE

28. Juni 2018

„Es ist sehr wichtig, in Bewegung zu sein, ein Ziel zu haben, das zu tun, was wirklich von Bedeutung ist. Wenn du das Gefühl hast, dass etwas getan werden muss, dann musst du es tun.“   Marija Gimbutas (1921-1994)

Und es wurde schon sehr viel getan. Die ersten Schritte in Richtung ‚Wiener Gesundheitsziele‘ sind bereits gesetzt.

Doch was sind die Wiener Gesundheitsziele? Basierend auf den ‚Health in all Policies – Gesundheit in allen Politikfeldern‘ wurden neun Wiener Gesundheitsziele (https://gesundheitsziele.wien.gv.at/site/ziele/) definiert und beschlossen.

Diese sind:

Ziel 1:        Von Anfang an gesundheitliche Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche erhöhen

Ziel 2:        Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt stärken

Ziel 3:        Selbstständigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter fördern und erhalten

Ziel 4:        Integrierte Versorgung etablieren

Ziel 5:        Gesundheitskompetenz der Wiener Bevölkerung stärken

Ziel 6:        Prävention, Früherkennung und Behandlungsabläufe bei epidemiologisch relevanten Krankheiten                       gezielt optimieren

Ziel 7:        Psychosoziale Gesundheit der Wiener Bevölkerung stärken

Ziel 8:        Lebensraum Stadt weiter attraktivieren, Umweltbelastungen gering halten und Bewegung fördern

Ziel 9:        Integriertes Gesundheitsmonitoring aufbauen

Um diese Ziele breitflächig zu implementieren gab es bereits eine Kick off-Veranstaltung zum Hochschulen-Kooperationsverbund Wiener Gesundheitsziele.

Im Oktober 2017 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter Wiener Fachhochschulen und Universitäten und diskutierten Wichtigkeit, Ziele und Mehrwert einer Zusammenarbeit der jeweiligen Bildungsinstitutionen bei diesem Thema. Aufgaben dieser Initiative sind die interdisziplinäre Kommunikation der Wiener Gesundheitsziele in der Wissenslandschaft, ein qualitätsgesichertes Vorgehen der Hochschulen, Einbringung von themenspezifischer Fachexpertise z.B. in den Bereichen Sport- und Ernährungswissenschaften, Public Health, Pädagogik sowie das Aufgreifen von Themenfeldern für Lehre und Forschung.

Auch der nächste Schritt wurde bereits unternommen. Beim zweiten Treffen des Wissenschaftlichen Beirates im November 2017 reflektierte man den bereits laufenden Prozess der Verwirklichung der Wiener Gesundheitsziele, hochkarätige internationale und österreichische Expertinnen und Experten diskutierten die nächsten zu setzenden Schritte für die Weiterentwicklung des Implementierungskonzepts.

Wie in vielen Bereichen kommt Pädagogischen Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten bei der Umsetzung neuer Konzepte eine hohe Bedeutung zu. Am 21. Juni 2018 fand im Wiener Rathaus die 3. Wiener Gesundheitszielekonferenz „Please Mind the Gap. Wiener Gesundheitsziele und gesundheitliche Chancengleichheit“ statt. Dr. Sridhar Venkatapuram, Lehrbeauftragter für Global Health und Philosophie am King’s College London und Gründer des Master-Lehrgangs Global Health & Social Justice befasste sich in seinem Eröffnungsvortrag mit der Frage, welche Strategien gesundheitliche Chancengleichheit fördern und wie diese praktisch umsetzbar sind. Speziell der Aspekt, was soziale Gerechtigkeit im Bereich der Gesundheit für Kinder und Jugendliche bedeutet, wurde konkret beleuchtet.

Henry Ford stellte fest:„ Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenblieben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg!“

Der Prozess der Implementierung der Wiener Gesundheitsziele hat bereits bewirkt, dass Expertinnen und Experten zusammenkamen, sich eine Gruppe Interessierter etabliert hat und  zusammengearbeitet wird –  das heißt die ersten Erfolge wurden schon erzielt!

Wiener Gesundheitsziele 2025

Gesundheit in allen Politikfeldern/Health in All Policies [HiAP]

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