SCHILF-ANGEBOTE DES GFZ

Was ist schulinterne Lehrer*innenfortbildung?

Prinzipiell unterstützt Schulinterne Fortbildung (SchILF)  Lehrer*innengruppen oder ganze Kollegien bei ihren Professionalisierungs- und bei Entwicklungsvorhaben.

Das können sowohl Themen des Unterrichts als auch der Organisation Schule sein. Das GFZ bietet SchILFS zu den Themen ‚Glücksforschung‘, ‚Stimmtraining‘,  ‚Wertschätzung, Anerkennung und Gesundheit‘, ‚Waldpädagogik‘ sowie Mobbing an.   Durch die Arbeit an der eigenen Schule können Spezifika des Standortes aufgegriffen und im gemeinsamen Diskurs bearbeitet werden. SchILF-Veranstaltungen werden idealerweise in enger Zusammenarbeit zwischen Referent*innen und Interessierten an der Schule geplant und organisiert und können daher hinsichtlich der Inhalte und Designs für den Standort maßgeschneidert werden.

Ablauf

Direktionen erhalten einmal im Semester ein Einreichformular, in dem die Wünsche des Standortes formuliert und vom zuständigen Personen in der Bildungsdirektion genehmigt werden.

Nach Bewilligung der Finanzierung der Veranstaltung übernehmen wir die Koordination, gegebenenfalls die Suche nach Referent*innen sowie Berater*innenund nach Übermittlung einer Teilnehmerliste die Inskription der Kolleg*innen

Hier die SchILF-Angebote des GFZ:

Glück ist eine Entscheidung!

Inhalt:

Kann man Glück lernen? Kann man Glück lehren?

Ja!

In diesem Impulsworkshop erfahren die Teilnehmer*innen Hintergründe aus der Glücksforschung und interessante Grundlagen. Vor allem aber lernen Sie Methoden und praktische Anwendungen kennen, wie sie im Unterricht gemeinsam mit den Kindern Glücksmomente und nachhaltige Erlebnisse schaffen können.

Das Grundkonzept des Glücksunterrichtes basiert auf einem Modell, dass der bekannte Psychologe und Glücksforscher Martin Seligman entwickelt hat. Er geht davon aus, dass man für ein gelungenes Leben sowohl kurzfristige Glückserlebnisse, als auch Lebenszufriedenheit bzw. Wohlbefinden braucht. In seiner langjährigen Forschung hat er herausgefunden, dass für das Wohlbefinden 5 Elemente besonders wichtig sind – positive Gefühle, Engagement und Aktivität, Sinn und Werte, Zielerreichung/Erfolg und gelungene Beziehungen zu anderen Menschen. Auf Grundlage dieser 5 Elemente werden den Schüler*innen positive Schlüsselerlebnisse vermittelt mit dem Ziel, alle fünf Elemente zu stärken und dadurch das individuelle Wohlbefinden langfristig zu erhöhen.

Es geht vor allem darum, Vertrauen zu stärken, die eigenen Fähigkeiten und Stärken zu erkennen und zu fördern, Herausforderungen zu meistern, sowie Kreativität und eigene Lösungswege zu entdecken.

Ziele:

  • Einblick in Theorie und Modelle der Glücksforschung
  • Praktische Anwendungen, die sofort mit den Kindern umgesetzt werden können
  • Positive Grundeinstellung der Pädagog*innen fördern
  • Freude an der Lehrtätigkeit stärken

Einheiten: max.6

Referent*in: Fr. Manuela Eitler-Sedlak

Ihre Ansprechperson für diese Veranstaltung: Dipl. Päd. Angela Hummel, BEd: angela.hummel@phwien.ac

 

Meine Stimme zählt

Inhalt:

In dieser Fortbildungsveranstaltung wird das ideale Sprech- und Atemtempo, die passende Sprechtonhöhe und lebendige Sprachmelodie herausgefunden. Korrekte, klare und verständliche Aussprache, die Steigerung der Tragfähigkeit und Ausdauer der Stimme, sowie souveräne Körperhaltung, authentische Körpersprache sind in der Praxis das Um und Auf.

Es wird an den Grundregeln einer stimmeffizienten Sprechtechnik gearbeitet und ein kleines Repertoire an Aufwärm-, Atem- und Sprechtechnikübungen, sowie atemtypgerechte Stimmverwendung eintrainiert.

Ziele:

  • Verbesserung von Aussprache und Verständlichkeit
  • Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Stimme, Atmung und Körper
  • Effizienter und ökonomischer Einsatz von Stimme und Körper
  • Möglichkeiten zur Erhaltung und Verbesserung der stimmlichen Gesundheit

Einheiten: max.6

Referent*in: Fr. Kiemayer, Hr. Claucig

Ihre Ansprechperson für diese Veranstaltung: Dipl. Päd. Angela Hummel, BEd: angela.hummel@phwien.ac.at

 

Wertschätzung erkennen, annehmen, geben – leben

Inhalt:

In dieser Fortbildungsveranstaltung werden den Teilnehmer*innen die Bedeutung von Wertschätzung und Anerkennung für mich und anderen näher gebracht. Wertschätzung wahrnehmen und annehmen wird vermittelt, die Zusammenhänge zwischen Wertschätzung, Anerkennung und Gesundheit erarbeitet.

Die Wertschätzung zum Ausdruck bringen, wertschätzende Kommunikation und Konflikten wertschätzend begegnen und Konfrontationen durch Wertschätzung entkräften ist oft nicht einfach zu handhaben. An diesem Ziel wird gearbeitet.

In schwierigen Situationen achtsam mit sich und anderen sein ist eines der Ziele dieser Fortbildung.

Ziele:

  • Die Teilnehmenden werden für die Bedeutung von Anerkennung und Wertschätzung im beruflichen Umfeld sensibilisiert
  • Sie erkennen die Zusammenhänge zwischen Wertschätzung und Gesundheit
  • Sie erleben und reflektieren die Wirkung von wertschätzender Kommunikation
  • Sie trainieren die Anwendung von Kommunikationstools sowie wertschätzendes Verhalten sich selbst und anderen gegenüber
  • Sie erhalten praktische Handlungsansätze zur Integration in den Arbeitsalltag

Einheiten: max.6

Referent*in: Fr. Christine Weber

Ihre Ansprechperson für diese Veranstaltung: Dipl. Päd. Angela Hummel, BEd: angela.hummel@phwien.ac.at

 

Lehrkraft Natur

Waldpädagogik als Teil des Schulunterrichts

Inhalt:

Der Workshop-Tag wird einerseits Selbsterfahrung in der Natur beinhalten, und andererseits werden waldpädagogische Methoden vermittelt, die die Lehrer*innen selbst mit ihren Klassen umsetzen können.

In den Reflexionsrunden schlagen wir eine Brücke vom selbst Erlebten zur Umsetzbarkeit mit den Kindern, und wir überlegen, wie die Methoden adaptiert werden können um sie den Bedürfnissen der Kinder/der Klasse anzupassen – Transfer der Seminar-Inhalte in die Schulrealität.

Die Teilnehmenden sollen nach dem gemeinsamen Tag im Wald mit den Kindern aktiv werden können, und für sich selbst neue Erfahrungen und Inspiration mit nach Hause nehmen.

Ziele:

  • Im besten Falle die Implementierung eines naturpädagogischen Schwerpunktes an der Schule gemäß den standortspezifischen Möglichkeiten und Wünschen der Schulgemeinschaft
  • Die Teilnehmenden sollen dazu angeregt werden die Freude an der Natur und die positiven Effekte, die das draußen-sein mit sich bringen, an die Kinder weiterzugeben
  • Kennenlernen waldpädagogischer Methoden in der und für die Praxis
  • Ankommen in der Natur – Selbsterfahrung und Ausgleich zum SchulalltaG
  • Nutzung von Wald und Natur als Ressource für Gesundheit und das eigene Wohlbefinden
  • Stärkung des Lehrer*innen-Teams durch die gemeinsamen Erlebnisse und Übungen im Wald
  • Spielerischer Wissenserwerb zu Tieren und Pflanzen des Waldes Freude am Sein in der Natur

Einheiten: max.6

Referent*in: Hr. Stefan Lirsch

Ihre Ansprechperson für diese Veranstaltung: Dipl. Päd. Angela Hummel, BEd: angela.hummel@phwien.ac.at

 

Mobbing: System und Verantwortung – eine Schulentwicklungsaufgabe

Inhalt:

Eine Schule muss ein sicherer Ort sein, an dem die nachhaltige Aneignung von Bildung möglich ist, weil Angst und Gewalt keinen Platz haben. In der Prävention gilt es, Grenzen zu setzen und diese einzufordern, Verantwortlichkeiten klar zu kommunizieren, Vereinbarungen zu treffen und konsequent alle Partner miteinzubeziehen. Der Fokus liegt auf personenbezogenen und systemischen Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Mobbing beeinflussen.

In dieser Informationsveranstaltung, die im Rahmen der Nationalen Strategie schulischer Gewaltprävention durchgeführt wird, werden Instrumente, Maßnahmen und Materialien zur Mobbingprävention auf Person-, Klassen- sowie Schulebene sowie Möglichkeiten der Prävention im Rahmen von (standortspezifischer) Schulentwicklung vorgestellt.

Ziele:

  • Die Teilnehmer*innen haben Kenntnis über die Definition und die systemischen Grundlagen von (Cyber-)Mobbing.
  • Die Teilnehmer*innen erhalten einen Überblick über Einflussfaktoren auf die Entstehung von Mobbing und deren Prävention sowie über Wechselwirkungen zur Ermöglichung eines förderlichen Lernklimas.
  • Die Teilnehmer*innen kennen grundlegende Präventionsmaßnahmen (Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen, Vereinbarungskultur, Beziehungsgestaltung, etc.)
  • Die Teilnehmer*innen wissen über wesentliche Elemente zur Schulentwicklung in der Mobbingprävention Bescheid.
  • Die Teilnehmer*innen erhalten einen Überblick über Verantwortlichkeiten sowie Möglichkeiten aktueller und künftiger Prozessbegleitung bei der Implementierung schulweiter Mobbingpräventionsprogramme

Einheiten: max.6

Referent*in: Hr. Florian Wallner

Ihre Ansprechperson für diese Veranstaltung: Dipl. Päd. Angela Hummel, BEd: angela.hummel@phwien.ac.at